Deutschland macht Fortschritte mit einem Programm für wiederverwendbare hypersonische Fahrzeuge

Deutschland macht Fortschritte mit dem Programm für wiederverwendbare Hyperschallfahrzeuge Deutschland macht Fortschritte mit dem Programm für wiederverwendbare Hyperschallfahrzeuge (Foto: Polaris)

Das deutsche Unternehmen Polaris Spaceplanes gab am 27. Januar 2026 bekannt, dass es einen Vertrag erhalten hat, um ein wiederverwendbares Hyperschallfahrzeug zu bauen und flugtechnisch zu testen.

Der Vertrag wurde vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) ausgestellt, so die Website The Aviationist. Laut dem Unternehmen muss das Fahrzeug bis Ende 2027 flugbereit sein.

Das als Hyperschall-Test- und Experimentierfahrzeug (HYTEV) bezeichnete Fahrzeug wurde als zweistufiges Hyperschallforschungsfahrzeug mit horizontalem Start und vollständiger Wiederverwendbarkeit beschrieben, dessen Größe und maximaler Startgewicht mit einem Jagdflugzeug vergleichbar sind.

Auf seiner LinkedIn-Seite erklärte Polaris, dass das Projekt sowohl zivile als auch militärische Anwendungen hat und als experimentelle Testplattform sowie als Plattform für den Start kleiner Satelliten dienen wird.

„Wir freuen uns sehr, bekannt geben zu können, dass Polaris einen Vertrag mit dem BAAINBw erhalten hat, um ein zweistufiges Hyperschallforschungsfahrzeug mit horizontalem Start und vollständiger Wiederverwendbarkeit zu bauen und zu betreiben“, hieß es in dem Beitrag.

Das Projekt ist das Ergebnis von fast zwei Jahren Vorarbeit, so das Unternehmen, nachdem im April 2023 und im Februar 2025 Verträge mit dem BAAINBw über die Entwicklung eines linearen aerospike Raketenmotors und das Design des HYTEV geschlossen wurden.

Das Unternehmen hat den aerospike-Motor als AS-1 bezeichnet und testet bereits seit über einem Jahr die kleinen Demonstratoren MIRA II und MIRA III und hat dabei bereits einige wichtige Meilensteine erreicht.

Die MIRA-Flugzeuge sind größtenteils in Form eines „fliegenden Flügels“ mit zwei großen Winglets und vier großen Luftansaugöffnungen oberhalb des Angriffsbereichs der Tragflächen ausgeführt. Der aerospike-Motor befindet sich in der Mittelachse, die die Wirbelsäule des Flugzeugs durchzieht, zwischen den vier Auspuffdüsen der beiden turbofan-Triebwerke.

Hartpunkt, unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen des Unternehmens, schätzte das erwartete Gewicht der Nutzlast auf 1000 kg, eine erwartete Hyperschallgeschwindigkeit von mehr als Mach 5 und nannte eine mögliche Funktion „Einsätze zur Aufklärung außerhalb der Atmosphäre“.

„Wir sind sehr stolz auf das anhaltende Vertrauen der Bundeswehr in unsere Fähigkeiten. Soweit wir wissen, wurde ein Vertrag über ein vergleichbares System in Europa noch nie an eine Entität vergeben, vielleicht auch nicht weltweit“, schrieb Polaris weiter auf LinkedIn.

Foto: Polaris Spaceplanes. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und von der Redaktion überprüft.

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